Learned Physicians from the Prince-Bishopric of Trento at the Habsburg Courts in the Second Half of the Sixteenth Century. Social and Intellectual Resources of Successful Medical Careers

Quaranta A
2024-01-01

Abstract

Dieser Beitrag legt den Fokus auf jene sozialen und intellektuellen Ressourcen, auf die dreizehn gelehrte Ärzte aus dem Fürstbistum Trient zurückgriffen, um ihren medizinischen Werdegang im 16. Jahrhundert voranzutreiben. Da den akademischen Ärzten in dieser Region nur wenige lukrative Berufsaussichten angeboten wurden, übersiedelten Trienter Ärzte jenseits der Alpen und stellten sich in den Dienst der Habsburger, die mit Trient durch politische, administrative und militärische Verhältnisse eng verbunden waren. Um in den Zentren der kaiserlichen Macht als Hof- oder Leibärzte angestellt zu werden, nahmen die Trienter Ärzte einflussreiche Empfehlungen in Anspruch. Dagegen erwies sich ihre medizinische Gelehrsamkeit für die Beibehaltung der erworbenen Anstellungen erst im Nachhinein als vorteilhaft. Damit diese Karrieren lange währten, war allerdings die Treue zur kaiserlichen Familie von größerer Bedeutung. Diese Treue bezog im weiteren Sinne die Fähigkeit, dauerhafte Beziehungen zu den hochgestellten Patientinnen und Patienten aufrechtzuhalten, mit ein. Schließlich entwickelten die Trienter Ärzte berufliche Netzwerke zur gegenseitigen Unterstützung am Hof und in der Gelehrtenrepublik, da die Gunst des Kaisers volatil und unbeständig war.
2024
9783991061137
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/11582/370538
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